Wildnis bedeutet ausgesetzt sein, täglich neue Herausforderungen zu meistern, sich selbst zu überwinden und spektakuläre Natur zu erleben. Du bist weit weg von jeglicher Zivilisation, ohne Handyempfang, ohne Infrastruktur, ohne irgendwelche Annehmlichkeiten, außer denen, die du mit dir im Rucksack trägst.
Wenn du Wildnis wirklich einmal hautnah erleben möchtest, dann komm mit uns nach Lappland. Wir werden Wildbäche durchqueren, Wege durch sumpfige, unwegsame Birkenurwälder finden und auf den Spuren von Elch, Braunbär, Rentier und Vielfraß wandern. Unser Weg führt über Bergpässe und durch wilde Bergtäler. Mehr Wildnis und Abenteuer wirst du in Skandinavien nicht finden.
Wir treffen uns in Gällivare, lernen uns kennen, bilden Zeltteams, besprechen die Tour und die Ausrüstung, nehmen Zelte, Kocher und das Essen für die nächsten Tage auf. Hier können letzte Besorgungen im Supermarkt vorgenommen und die Annehmlichkeiten der Zivilisation noch ein letztes Mal genossen werden.
Nach dem gemeinsamen Frühstück packen wir die Zelte und unsere Ausrüstung zusammen. Mit Bus und später Schiff, fahren wir zu unserem Ausgangspunkt und genießen währenddessen die lappländische Natur. Vielleicht können wir bereits erste Rentiere sehen.
Nachdem uns das Boot abgesetzt hat schnüren wir unsere Trekkingstiefel fester und machen uns abmarschbereit. Es geht los. Die Wildnis wartet auf uns.
Wir bekommen ein erstes Gefühl für die Wildnis. Anfangs geht es bergauf, dann lange Zeit gerade aus, bis es schließlich wieder bergab geht. Heute werden wir noch anderen Wanderern begegnen. Das wird sich in den nächsten Tagen ändern.
Insgesamt legen wir heute etwas über 20 km zurück. Ein guter Einstieg um sich auf die Wildnis der nächsten Tage vorzubereiten. Am Abend setzten wir mit einem Motorboot über einen See, an dessen Ufer wir unser Lager aufschlagen werden. Ein langer, jedoch sehr schöner Tag liegt hinter uns. Müde fallen wir in die Zelte und erholen uns für den Einstieg in die wahre Wildnis.
Nach dem Frühstück trekken wir noch ein kurzes Stück bergauf. Kurz darauf sind wir in der wirklichen Wildnis. Es gibt keine Wege und keine Brücken mehr. Wir müssen erste kleine Bäche überqueren und bekommen langsam eine Idee, was uns die nächsten Tage erwartet. Die Gegend wird wilder, schroffer, einsamer. Wenn wir Glück haben finden wir Abwurfstangen von Rentieren und können bereits erste Herden sehen.
Nach ca. 8 Stunden Tagesetappe erreichen wir unseren Lagerplatz und werden von einem phänomenalen Ausblick gefangen genommen. Die Vorfreude auf die nächsten Tage steigt...
Nach kurzer Zeit beginnt der steile und unwegsame Abstieg in das ein Tal. Wir werden dort 2 Tage durchwandern. Besonnenheit und Trittsicherheit sind gefragt. Dichte unwegsame Vegetation, Wildwechsel von Elchen und Braunbären, Sumpfgebiete und erste breitere Bäche sind heute zu meistern. Nach ca. 12 anstrengenden Kilometern und ca. 10 Stunden Marsch, werden wir unseren Lagerplatz einrichten und einen spektakulären Ausblick auf den den Hauptfluss unseres Gebietes genießen.
Heute werden wir uns weiter durch das unwegsame, dichte Tal bewegen. 15 Kilometer mit einigen Hindernissen liegen vor uns. Wir rechnen mit ca. 10 Stunden Marsch. Auf unserem Marsch finden wir den besten Weg durch die dichte Vegetation, werden breite Bäche überqueren und Sumpfgebiete umgehen. Ein letzter steiler Anstieg wartet auf uns. Jetzt sind nochmal alle Kräfte zu mobilisieren, bis wir schließlich unseren Lagerplatz erreichen. Dieser Tag gehört zu einem der anstrengendsten auf unserer Tour. Dafür werden wir am Abend mit einem Blick auf einen Gebirgssee belohnt, der je nach Wassertemperatur zum Baden einlädt.
Wir sind in der wilden und unglaublich beeindruckenden Bergwelt angekommen. Nach ein paar Kilometern steigen wir unwegsam über schmale, geröllige Pfade wieder einige Höhenmeter ab. Heute sind zu Beginn Konzentration und Trittsicherheit gefragt. Wir erreichen schließlich wieder ebeneres Gelände und erste Sumpfflächen treten auf. Weitere Bäche warten darauf durchquert zu werden. Nach ca. 14 Km und ca. 9 Stunden erreichen wir das Herzen unseres Gebietes und halten nach einem Lagerplatz Ausschau. im Vergleich zu den beiden vergangenen Tagen, liegt ein angenehmer und fast schon erholsamer Tag hinter uns.
Entlang eines Tals wandern wir Flussaufwärts, bis wir schließlich weitere eine anspruchsvolle Watstelle erreichen. Wir begutachten gemeinsam den Fluß und suchen die beste Watstelle. Bei schlechtem Wetter und hohem Wasserstand, kann es möglich sein, dass wir die Zelte aufschlagen, auf niedrigeren Wasserstand warten. Wir trekken wir weiter durch das Tal, bis zum Einstieg in kleines einsames Tal. Je nach Tageszeit werden wir beim Einstieg oder am Ausstieg des Tals unser Lager aufbauen. Heute haben wir bei optimalen Bedingungen in ca. 10 Stunden gute 20 km zurückgelegt.
Der letzte Tag in der Wildnis. Nach ein paar Kilometern verlassen wir den Nationalpark und folgen einem Wanderweg bis zu einer Fjällstation. Hier in der Nähe werden wir unser letztes Lager aufbauen. Am nächsten Morgen setzten wir mit einem Boot über einen See. Die Zivilisation hat uns wieder. Mit dem öffentlichen Bus fahren wir zurück nach Gällivare. Hier verbringen wir den letzten gemeinsamen Abend in einem Bungalow mit Saunabesuch und gemeinsamen Abendessen.
Nach einem schönen und erholsamen Abend trennen sich schließlich unsere Wege wieder. 9 unvergessliche, wilde aber auch anstrengende Tage liegen hinter uns. Mit Stolz und Freude schauen wir auf das zurück, was wir geleistet haben und schmieden Pläne für das nächste gemeinsamen Abenteuer :). Wir verabschieden uns und gehen als Abenteurerfreunde auseinander.
Teilnahmebedingungen
10 Tage / 9 Nächte
Im August kann es noch viel Niederschlag geben. Trotz alledem bieten sich hier die besten Chancen das Gebiet zu durchqueren. Das Wasser in den Flüssen ist wieder etwas niedriger als zur Schneeschmelze im Juni und Anfang Juli. Unter eher seltenen Umständen muss an bestimmten Watstellen bei sehr viel Niederschlag das Lager aufgebaut werden, bis die Bäche wieder weniger Wasser führen. Die Temperaturen liegen in der Regel am Tag zwischen 10-15 Grad und in der Nacht bei 10 - 0 Grad. Außerdem gibt es weniger Insekten als im Juli und der meiste Schnee in den höheren Lagen ist geschmolzen. Mit einigen Mücken und sumpfigem Untergrund muss trotzdem gerechnet werden. Starke Winde können auch im Sommer auftreten und das Wetter kann sehr schnell wechseln.
Wetterfeste Kleidung, Wanderschuhe mit fester Sohle, Rucksack (ca. 80
Liter oder mehr) mit Regenschutz,
Schlafsack und Isomatte, Stirnlampe
Die genaue Ausrüstungsliste wird bei Anmeldung zugesandt
Spezialausrüstung wie Zelte und Kocher, Traps werden zur Verfügung gestellt.
Schlafsäcke, Isomatten, Trekkingstöcke, Gamaschen, Stirnlampen und auch Rucksäcke können gegen Gebühr geliehen werden.
min. 6 Personen, max. 10 Personen je Gruppe
Zelte, Verpflegung und weitere Gruppenausrüstung werden zu Beginn der Tour an die Teilnehmer verteilt und müssen noch im Rucksack untergebracht werden.
Ort (Start- und Treffpunkt)
Gällivare
(Genauer Treffpunkt wird bei Buchung bekannt gegeben.)
Wir empfehlen einen Tag vorher und auch nachher als Puffer in die Reiseplanung einzukalkulieren. Schlechtwettertage und hohe Wasserstände in den Flüssen können dazu führen, dass wir einen Tag länger draußen sind als geplant.
Termine
auf Anfrage
Im Preis sind alle beschriebenen Leistungen enthalten.
Die Zahlung erfolgt per Rechnung.
Sofort: 30% der Rechnung, bis 4 Monate vorher: 60%, Restzahlung bis 2 Monat vorher
1.799,90 €
Gesamtpreis1
Versandkostenfrei in folgende Länder: Deutschland Mehr anzeigen Weniger anzeigen
Wir empfehlen eine Reiserücktritts- sowie eine Bergungs-/Reiseunfall-/Krankenversicherung abzuschließen. Eine gute und günstige Variante findest du bei TravelSecure®, der Reiseversicherung der WÜRZBURGER Versicherungs-AG. Diese ist mehrfacher Testsieger bei Stiftung Finanztest.
